Freiwillige Feuerwehr Hamburg Neugraben

Technik - Alarmierung

Zurück Swissphone BOSS DME

Die Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg werden über einen digitalen Meldeempfänger (DME) alarmiert. Dieser ist ca. so groß wie eine Zigarettenschachtel und kann auf einen Akustischen- oder einen Vibrationsalarm eingestellt werden.

Wenn ein Alarm eingeht gibt der „Pieper“, je nach Art des Einsatzes einen bestimmten Ton ab (Vollalarm, Kleinalarm, Erstversorgung oder Bereitstellung), dann können die Feuerwehrleute die ersten Informationen zum Einsatz lesen. Über der Meldung steht eine Abkürzung, welche das Einsatzstichwort beinhaltet.

Hier einmal einige Einsatzstichworte, die uns in unserem Einsatzgebiet erwarten können.
Ein Einsatzstichwort, setzt sich in der Regel aus der Hauptalarmart, sowie mögliche Erweiterungen und Zusätze zusammen, die dann einen ungefähren Überblick, über Lage und Kräfteaufgebot schaffen. Es kann dabei immer nur eine Erweiterung geben, die Zusätze können bis auf einige Ausnahmen kombiniert werden.


Alarmierungen zu einem Feuer
FEU = Standard Feuermeldung (z. B. Feuer in Gebäuden)

  Erweiterung:
    Alarmstufe: 2-5 = Anzahl alarmierter Hamburger Löschgruppen + Ergänzungskomponente
    ZUG = Feuer in einem Schienenfahrzeug
    BAB = Feuer auf einer Bundesautobahn

  Zusätze:
    K = Kleinfeuer (z. B. Mülleimer) arbeiten wir in der Regel eigenständig ab
    Y = Menschenleben in Gefahr (bis 6 Verletzte)
    E = Feuer mit Explosionsgefahr
    X = Feuer mit Gefahrgut
    R = Rettungsdienst Großeinsatz (mehr als 6 Verletzte am Einsatzort)

  Eigenständige Alarmarten:
    FEUBMA = Auslösungen einer Brandmeldeanlage (z. B. in einem Pflegeheim)
    FEUAUS = gelöschtes Feuer, Nachkontrolle durch Feuerwehr

So beschreibt das Einsatzstichwort: „FEU2Y“, einen größeren Brandeinsatz, bei dem Menschenleben in Gefahr sind, z. B. Dachstuhlbrand mit einer vermissten Person.


Alarmierungen zur technischen Hilfeleistung
TH = Standard Hilfeleistung Hamburger Löschgruppe + Ergänzungskomponente

  Erweiterung:
    Alarmstufe: 2-5 = Anzahl alarmierter Hamburger Löschgruppen + Ergänzungskomponente
    ZUG = z. B. Unfall mit Schienenfahrzeug
    LKW = Unfall mit LKW
    BAB = Hilfeleistung auf einer Bundesautobahn
    WA = Hilfeleistung auf einem Gewässer

  Zusätze:
    K = Kleinere Hilfeleistungen, z. B. beseitigen einer Ölspur
    Y = Menschenleben in Gefahr, z. B. Person im PKW eingeklemmt (bis 6 Verletzte)
    E = Explosionsgefahr, z. B. Gasleitung beschädigt
    X = Gefahrgutunfall, z. B. auslaufende Säure
    R = Rettungsdienst Großeinsatz (mehr als 6 Verletzte am Einsatzort)
    V = Verschüttung/Einsturz, z. B. Person in Baugrube verschüttet

So beschreibt das Einsatzstichwort „THZUGY“, einen Hilfeleistungseinsatz, bei dem ein Schienenfahrzeug beteiligt ist und Menschenleben in Gefahr sind, z. B. Person unter Zug.

  Eigenständige Alarmarten (Hilfeleistung)
    WASSER = Wasserschaden, z. B. Wasser im Keller
    DRZF = Droht zu fallen, z. B. Gegenstand droht zu fallen (ausgenommen Personen)
    TIER = Tier in Notlage
    NIL = nicht in Liste, Einsätze für die es keine Stichworte gibt (freie Kräfteauswahl)
    AUSS = Beschreibt Länder übergreifende Einsätze, z. B. Hochwasserhilfe

Die Stichworte WASSER, DRZF und NIL können mit dem Zusatz „AUSN_“ (AUSN_DRZF) ergänzt werden, dies beschreibt die Einsatzlage, während z. B. Unwettern, wenn die Anzahl der Einsätze so stark erhöht ist, dass die Einsatzkräfte, des täglichen Geschäft nicht mehr ausreichen.


Alarmierungen im Rettungsdienst
NOTF = Medizinischer Notfall jeglicher Art.

  Zusätze:
    NA = mit Notarzt
    H = Hilfeleistung durch Feuerwehr (z. B. Tragehilfe)
    TV = Tür verschlossen, z. B. gestürzte Person in Wohnung, kann Wohnungstür nicht öffnen
    BEREIT = Bereitstellung von Rettungsmitteln


Weitere Abkürzungen, die uns im Informationstext begegnen
RWM = Rauchwarnmelder
BMA = Brandmeldeanlage
PKL = Person eingeklemmt
MüCo = Müllcontainer
PDRZS = Person droht zu springen